Der Brief kommt jedes Jahr. Mal im Oktober, mal erst Anfang Dezember, aber er kommt. Und wenn Sie bei der ARAG privat krankenversichert sind, wissen Sie vermutlich schon, was drinsteht, bevor Sie den Umschlag aufreißen: Ihr Beitrag steigt zum 01.01.2027. Wieder einmal. In einigen Tarifen um bis zu 24%. Die gute Nachricht dabei: Kaum ein Versicherer bietet intern so viele Wechselmöglichkeiten wie die ARAG. Wer die richtig nutzt, dreht die Erhöhung nicht nur zurück, sondern landet oft deutlich unter dem alten Beitrag. Wie das geht, welche Tarife es diesmal trifft und welche Fehler Sie sich ersparen sollten, lesen Sie in diesem Beitrag.
Diese ARAG-Tarife bekommen zum 01.01.2027 einen neuen Beitrag
Der Reihe nach. Die ARAG unterscheidet – wie jeder Versicherer, der schon vor 2013 am Markt war – zwischen zwei Welten: Den geschlossenen Bisex-Tarifen aus der Zeit vor der Unisex-Umstellung und den offenen Unisex-Tarifen, die heute noch verkauft werden. Beide Welten haben ihre eigenen Gründe, warum der Beitrag steigt. Und beide sind 2027 betroffen. Bisex-Tarife erwischt es vor allem deshalb oft, weil die Versichertenkollektive aufgrund von Kündigung, Tod und Tarifwechsel stetig kleiner werden. Bei Unisex-Tarifen ist das eher der gesamtwirtschaftlichen Situation geschuldet. Folgende ARAG-Tarife können 2027 eine Beitragserhöhung erhalten:
Geschlossene Bisex-Tarife der ARAG
Kompakttarife
- K-Tarifreihe (K0, K300, K600, K900, K1200, K1500)
- E-Tarifreihe (E0, E300, E600, E900, E1200, E1500)
Ambulante Bausteintarife
- 200er-Tarifreihe (200, 201, 203, 205, 207, 208, 209, 210)
- Tarif 2020
- 21er-Tarifreihe (21P70, 21P80, 21P90)
Stationäre Bausteintarife
- Tarif 220
- Tarif 230
- Tarif 240
Dentale Bausteintarife
- 500er-Tarifreihe (520, 528, 529, 540, 548, 549)
Offene Unisex-Tarife der ARAG
| Tarif | Kinder | Jugendliche | Erwachsene |
| 21P70 | Stabil | Stabil | Erhöhung |
| 21P80 | Stabil | Stabil | Erhöhung |
| 21P90 | Stabil | Stabil | Erhöhung |
| 200 | Stabil | Stabil | Erhöhung |
| 201 | Stabil | Stabil | Erhöhung |
| 203 | Stabil | Stabil | Erhöhung |
| 205 | Stabil | Stabil | Erhöhung |
| 207 | Stabil | Stabil | Erhöhung |
| 208 | Stabil | Stabil | Erhöhung |
| 209 | Stabil | Stabil | Erhöhung |
| 210 | Stabil | Stabil | Erhöhung |
| K0 | Erhöhung | Erhöhung | Erhöhung |
| K300 | Erhöhung | Erhöhung | Erhöhung |
| K600 | Erhöhung | Erhöhung | Erhöhung |
| K900 | Erhöhung | Erhöhung | Erhöhung |
| K1200 | Erhöhung | Erhöhung | Erhöhung |
| K1500 | Erhöhung | Erhöhung | Erhöhung |
| ME0 | Erhöhung | Erhöhung | Erhöhung |
| ME300 | Erhöhung | Erhöhung | Erhöhung |
| ME600 | Erhöhung | Erhöhung | Erhöhung |
| ME900 | Erhöhung | Erhöhung | Erhöhung |
| ME1200 | Erhöhung | Erhöhung | Erhöhung |
| ME1500 | Erhöhung | Erhöhung | Erhöhung |
| MB0 | Erhöhung | Erhöhung | Erhöhung |
| MB300 | Erhöhung | Erhöhung | Erhöhung |
| MB600 | Erhöhung | Erhöhung | Erhöhung |
| MB900 | Erhöhung | Erhöhung | Erhöhung |
| MB1200 | Erhöhung | Erhöhung | Erhöhung |
| MB1500 | Erhöhung | Erhöhung | Erhöhung |
| 220 | Stabil | Stabil | Stabil |
| 230 | Stabil | Stabil | Stabil |
| 240 | Stabil | Stabil | Stabil |
| 520 | Stabil | Stabil | Stabil |
| 528 | Stabil | Stabil | Stabil |
| 529 | Stabil | Stabil | Stabil |
| 540 | Stabil | Stabil | Stabil |
| 548 | Stabil | Stabil | Stabil |
| 549 | Stabil | Stabil | Stabil |
Warum die ARAG schon wieder an der Beitragsschraube dreht
Sie fragen sich vermutlich, ob das irgendwann aufhört. Die ehrliche Antwort: Nein. Beitragsanpassungen gehören zur privaten Krankenversicherung wie der Winter zum Jahr. Was sich ändert, ist nur die Höhe.
Das sagen wir aber auch ganz offen: Die ARAG erhöht nicht, weil sie Lust dazu hat. Sie darf es nur, wenn ein unabhängiger Treuhänder bestätigt, dass die tatsächlichen Ausgaben um mehr als den vereinbarten Schwellenwert von der Kalkulation abweichen. Und ab einer gewissen Abweichung muss sie sogar. Das ist §203 VVG, kein Willkürakt.
Was dahintersteckt, ist ein Bündel aus vier Effekten, die sich gegenseitig verstärken:
Medizin wird teurer, weil sie besser wird. Neue Krebstherapien, Gentherapien, bildgebende Diagnostik – all das rettet Leben und kostet ein Vielfaches dessen, was vor zehn Jahren üblich war. Diese Kosten landen in der Kalkulation.
Der Zins hilft weniger als früher. Ein Teil Ihres Beitrags wird für das Alter angelegt. Wirft die Kapitalanlage weniger ab als geplant, muss die Lücke aus laufenden Beiträgen geschlossen werden. Die Zinswende hat hier etwas Luft verschafft, aber die Effekte aus der Niedrigzinsphase wirken lange nach.
Wir werden älter. Höhere Lebenserwartung ist schön – für die Versicherungsmathematik aber ein Kostenfaktor, denn die teuersten Jahre eines Lebens sind die letzten.
Bei der ARAG kommt noch etwas hinzu. Die 2019 aufgelegten ME- und MB-Tarife wurden beim Start sehr knapp kalkuliert. Nach fünf Jahren Beitragsstabilität mussten 2025 kräftige Nachholeffekte verarbeitet werden, 2026 ging es moderater weiter. Je nachdem, wie die Leistungsausgaben in diesen Tarifen gelaufen sind, kann auch 2027 noch ein Stück dieses Nachholbedarfs im Beitrag stecken.
Kurz gesagt: Die Gründe sind nachvollziehbar. Für Ihren Kontostand ändert das erst einmal nichts. Aber es hilft, die richtigen Schlüsse zu ziehen – und dazu gehört der Blick zurück.
Rückblick: So fielen die letzten Anpassungen der ARAG aus
Eine einzelne Beitragserhöhung sagt wenig. Erst im Verlauf mehrerer Jahre erkennen Sie, ob Ihr Tarif ein Dauerproblem hat oder nur eine Delle. Deshalb lohnt sich der Vergleich mit den Vorjahren:
| Jahr | Was bei der ARAG passierte | Zum ausführlichen Beitrag |
| 2026 | Erwachsene in der 200er- und 21er-Reihe: Rund 12 bis 16 %. Kinder und Jugendliche in denselben Tarifen: Teils 20 bis 49%. ME- und MB-Tarife: 2 bis 4%. Stationäre 220/230/240: 9 bis 11%. | ARAG Beitragserhöhung 2026 |
| 2025 | Breite Anpassungswelle nach über fünf Jahren Stabilität in ME und MB (Erwachsene 6 bis 11%). K-Tarife 2 bis 9%. Stationäre Bausteine bis 19%. Bei Jugendlichen in Tarif 209 bis zu 64%. | ARAG Beitragserhöhung 2025 |
| 2024 | Schwerpunkt auf den geschlossenen Bisex-Tarifen, Unisex-Tarife blieben überwiegend stabil. | ARAG Beitragserhöhung 2024 |
Was auffällt: Die 200er-Reihe und die 21er-Tarife werden seit drei Jahren in Folge deutlich angepasst. Wer dort mit Kind oder Jugendlichem versichert ist, hat in dieser Zeit mitunter eine Verdopplung des Kinderbeitrags erlebt. Das ist kein Ausrutscher mehr. Das ist ein Muster. Ein Muster ist ein guter Grund, den Tarif grundsätzlich zu hinterfragen – nicht nur den Beitrag.
Mit diesen Hebeln bleibt Ihr ARAG-Beitrag im Ruhestand bezahlbar
Die Angst vor unbezahlbaren Beiträgen im Alter ist die häufigste Sorge, die wir in Gesprächen mit ARAG-Kunden hören. Die Sorge ist verständlich. Berechtigt ist sie meistens nicht – vorausgesetzt, man kennt die Stellschrauben. Der Reihe nach, vom wirksamsten Hebel bis zur Notlösung:
1. Der Tarifwechsel nach § 204 VVG. Der wichtigste Hebel, mit Abstand. Als Bestandskunde dürfen Sie innerhalb der ARAG in jeden anderen Tarif mit gleichartigem Versicherungsschutz wechseln – ohne neue Gesundheitsprüfung und unter Mitnahme aller Alterungsrückstellungen. Alles, was Sie über Jahrzehnte angespart haben, kommt mit. Wie der Tarifwechsel nach §204 VVG innerhalb der Gesellschaft im Detail funktioniert, haben wir in einem eigenen Beitrag erklärt. Bei der ARAG sind Beitragssenkungen von bis zu 47 % bei gleichem Leistungsniveau möglich.
2. Die Selbstbeteiligung moderat anheben. Klingt banal, wirkt aber. Die Faustregel: Die jährliche Beitragsersparnis sollte deutlich über der maximal hinzukommenden Selbstbeteiligung liegen – sonst zahlen Sie im Krankheitsfall drauf. Wer wenig Rechnungen einreicht, gewinnt hier fast immer. Weitere Tipps zur Beitragsoptimierung in der PKV finden Sie in unserem Ratgeber.
3. Das Krankentagegeld streichen, wenn Sie in Rente gehen. Das Krankentagegeld sichert Ihren Verdienstausfall bei längerer Krankheit ab. Im Ruhestand gibt es keinen Verdienstausfall mehr – also auch keinen Grund, diesen Baustein weiter zu bezahlen. Der Beitragsanteil fällt weg. Je nach Höhe des versicherten Tagegelds sind das schnell 50 bis 150 Euro im Monat.
4. Heute vorsorgen mit einem Beitragsentlastungstarif. Sie zahlen während der Erwerbszeit freiwillig mehr, dafür sinkt Ihr Beitrag ab dem 65. oder 67. Lebensjahr um einen vorab vereinbarten Betrag. Im Grunde ein Turbo für Ihre Alterungsrückstellungen. Der Hebel wirkt umso stärker, je früher Sie starten – für Beitragsentlastungstarife in der PKV gilt: Ab Mitte 50 rechnet er sich nur noch selten.
5. Beiträge vorauszahlen. Wer freie Mittel hat, kann Beiträge für bis zu drei Jahre im Voraus leisten. Das bringt steuerlich etwas, weil der volle Betrag im Jahr der Zahlung als Sonderausgabe zählt – und in den Folgejahren Raum für andere Vorsorgebeiträge bleibt. Für wen sich die Vorauszahlung der PKV-Beiträge lohnt, hängt stark vom Einkommen ab; Selbstständige mit guten Jahren profitieren am meisten.
6. Die eingebauten Dämpfer: Alterungsrückstellungen und gesetzlicher Zuschlag. Beides läuft automatisch. Von Vertragsbeginn an wird ein Teil Ihres Beitrags verzinslich angespart und ab 65 zur Beitragsstabilisierung eingesetzt. Zusätzlich zahlen Sie bis zum 60. Lebensjahr einen gesetzlichen Zuschlag von 10%, der ab 65 den Beitrag senkt. Sie merken davon nichts – bis zu dem Tag, an dem Sie es merken sollen.
7. Standard- oder Basistarif – die allerletzte Option. Ja, die ARAG muss Ihnen diese Sozialtarife anbieten. Nein, Sie sollten sie nicht nehmen, solange irgendein anderer Weg offen ist. Beide Tarife leisten auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung: keine freie Arztwahl im gewohnten Sinn, keine Wahlleistungen im Krankenhaus, Zahnersatz nur rudimentär. Der Beitrag ist niedriger, ja. Aber der Preis dafür ist ein Leistungsniveau, für das Sie nie in die PKV gegangen sind.
Aus der Praxis: Ein Tarifwechsel innerhalb der ARAG in Zahlen
Lassen Sie uns ein praxisnahes Beispiel betrachten: Unser Kunde Bernhard, 65 Jahre alt, ist seit über 20 Jahren bei der ARAG in einem alten Bisextarif versichert. Durch die Erhöhung für 2026 kletterte sein Beitrag auf stolze 1.045,28€. So sah sein damaliger Versicherungsschein aus:

Anstatt den Vertrag frustriert zu kündigen, lässt er das Wechselpotenzial über den §204 VVG prüfen. Wir analysieren das Tarifgefüge der ARAG und finden eine modernere Tariflinie mit absolut identischen Kernleistungen (Chefarzt, Einbettzimmer, hochwertiger Zahnersatz, freie Arztwahl etc.). So sieht sein neuer Versicherungsschein nach dem Tarifwechsel aus:

Das Ergebnis der Optimierung:
- Alter Beitrag: 1.045,28€ / Monat
- Neuer Beitrag im Alternativtarif: 742,77€ / Monat
- Monatliche Ersparnis: 302,51€ netto
- Ersparnis pro Jahr: Über 3.600 Euro!
Das Entscheidende dabei: Seine über Jahrzehnte aufgebauten Altersrückstellungen im Wert von vielen zehntausend Euro wurden vollständig in den neuen Tarif übertragen. Da die Leistungen gleichwertig sind, gab es keine neue Gesundheitsprüfung und bestehende Vorerkrankungen spielten keine Rolle. Bernhard nutzt die gewohnt erstklassige medizinische Versorgung – zahlt aber deutlich weniger.
Fünf Fehler, die ARAG-Versicherte nach der Anpassung besser nicht machen
Mal ehrlich: Eine Beitragserhöhung macht wütend. Und Wut ist ein schlechter Berater. Diese fünf Fehler sehen wir nach jeder Anpassungsrunde – und fast alle sind vermeidbar.
Fehler 1: Das mitgeschickte Umstellungsangebot der ARAG ungeprüft annehmen. Wer über 55 ist, bekommt mit dem Anpassungsschreiben automatisch Alternativvorschläge. Klingt kundenfreundlich, ist aber Standardware: Meist sind das Basistarif, Standardtarif, derselbe Tarif mit höherer Selbstbeteiligung und der aktuelle Verkaufsschlager mit abgespeckter Leistung. Bedarfsgerecht ist daran nichts. Und die Leistungslücken stehen im Kleingedruckten, nicht in der Überschrift.
Fehler 2: Kündigen und zu einem anderen Versicherer gehen. Der Klassiker – und in neun von zehn Fällen ein Fehler. Neue Gesundheitsprüfung, Verlust sämtlicher Alterungsrückstellungen, neues Eintrittsalter, neuer Beitrag. Und: Ist die Kündigung raus und der neue Versicherer lehnt ab, muss die ARAG Sie nicht wieder zu den alten Konditionen aufnehmen. Diesen Fehler kann man nicht zurücknehmen.
Fehler 3: Vorschnell klagen. Kanzleien werben aktuell offensiv damit, Beitragserhöhungen für unwirksam erklären zu lassen. Die Rechtsprechung hat einzelne Anpassungen tatsächlich kassiert – aber deutlich seltener, als die Werbung suggeriert, und die Erfolge halten oft nicht, weil der Versicherer nachbessert. Eine Klage kostet Zeit, Nerven und Geld, und Ihr Beitrag sinkt dadurch nicht automatisch. Der bessere Weg: Lassen Sie fachlich prüfen, ob Ihre Beitragsanpassung wirklich unwirksam sein könnte, bevor Sie einen Anwalt bezahlen. In den meisten Fällen bringt der Tarifwechsel mehr als jedes Urteil.
Fehler 4: Einfach hinnehmen und abwarten. Auch das ist eine Entscheidung – und zwar die teuerste. Wer 2027 nichts tut, zahlt 2028 auf einer höheren Basis die nächste Erhöhung.
Fehler 5: Leistungen kürzen, um Beitrag zu sparen. Wer aus dem Einbettzimmer ins Mehrbettzimmer wechselt oder den Zahnersatz von 90 auf 60% senkt, spart tatsächlich. Aber er kommt nie wieder zurück, ohne Gesundheitsprüfung. Leistungsverzicht ist irreversibel. Ein Tarifwechsel bei gleicher Leistung nicht.
Versicherer wechseln oder Tarif wechseln? Der direkte Vergleich
| Kriterium | Wechsel zu anderem Anbieter | Interner Tarifwechsel (ARAG) |
| Gesundheitsprüfung | erforderlich, Ablehnung möglich | nicht erforderlich |
| Altersrückstellungen | gehen vollständig verloren | bleiben vollständig erhalten |
| Eintrittsalter | wird neu festgesetzt | bleibt unverändert |
| Beitragsersparnis | begrenzt, meist mit Nachteilen | bis zu 47% bei gleicher Leistung |
| Leistungsumfang | vom neuen Versicherer abhängig | individuell steuerbar |
| Rechtsanspruch | keiner | ja, nach §204 VVG |
| Rückweg bei Problemen | nein | nein – deshalb vorher sauber prüfen |
Unter dem Strich: Ein Anbieterwechsel kommt nur für einen sehr kleinen Kreis infrage – jünger als 55, weniger als zwölf Jahre bei der ARAG, keine nennenswerten Vorerkrankungen. Wer eine dieser drei Hürden reißt, bleibt besser im Haus.
Häufige Fragen zur ARAG-Beitragserhöhung 2027
- Wann informiert die ARAG über den neuen Beitrag?
Spätestens sechs Wochen vor dem Anpassungstermin, also in der Regel zwischen Oktober und Mitte November. Das Schreiben enthält den neuen Beitrag, die Begründung und die Alternativangebote.
- Habe ich ein Sonderkündigungsrecht?
Ja. Nach §205 Abs. 4 VVG können Sie innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Mitteilung zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen. Ob Sie das tun sollten, steht auf einem anderen Blatt – siehe Fehler 2.
- Gilt die Zwei-Monats-Frist auch für den Tarifwechsel?
Nein. Der interne Tarifwechsel nach §204 VVG ist an keine Frist gebunden. Sie können ihn jederzeit beantragen – auch mitten im Jahr.
- Verliere ich beim Tarifwechsel meine Alterungsrückstellungen?
Nein. Beim Wechsel innerhalb der ARAG werden alle Alterungsrückstellungen vollständig auf den neuen Tarif übertragen. Das ist der entscheidende Unterschied zum Anbieterwechsel.
- Kann die ARAG mich beim Tarifwechsel ablehnen?
In gleichartige Tarife nicht. Wollen Sie in einen Tarif mit Mehrleistungen wechseln, darf die ARAG für den Mehrleistungsteil eine Gesundheitsprüfung verlangen oder einen Risikozuschlag ansetzen. Sie können die Mehrleistung dann auch ausschließen und trotzdem wechseln.
Unser Fazit zur ARAG-Beitragserhöhung 2027
Höhere Beiträge. Gleiche Leistung. Und das schon wieder zum Jahreswechsel.
So fühlt es sich an, und so ist es auf dem Papier auch. Aber die Beitragserhöhung der ARAG zum 01.01.2027 ist gleichzeitig der beste Moment, den es gibt, um Ihren Vertrag einmal grundsätzlich auf den Prüfstand zu stellen. Die ARAG ist ein leistungsstarker Versicherer mit einem breiten Tarifbestand – und genau diese Breite ist Ihre Chance. Über 300 interne Tarifkombinationen bedeuten: Irgendwo gibt es fast immer eine Variante, die Ihre Leistungen hält und Ihren Beitrag senkt.
Was Sie dafür brauchen, ist kein Anwalt und kein neuer Versicherer. Sondern jemanden, der den ARAG-Tarifbestand kennt, Ihre aktuellen Leistungen sauber abbildet und die Stolpersteine in den Standardangeboten findet, bevor Sie darüber fallen. Kein Grund zur Hektik. Aber ein guter Grund, jetzt genau hinzuschauen.

